Kohle, Kühe, Kunst


Ausgehend von dem Selbstverständnis, dass in den Städten Ennepetal, Gevelsberg, Schwelm und Sprockhövel sowohl die Wiege des Ruhrbergbaus als auch einer der landschaftlich schönsten Teile des Ruhrgebietes ebenso wie eine farbige und breit gefächerte Kunst- und Kulturszene zu finden sind, soll durch eine Verbindung dieser drei Elemente ein Angebot geschaffen werden, das diese Tatsachen darstellt, festigt und möglichst vielen Menschen zugänglich macht.

Hierbei dienen die im Titel genannten Begriffe als Symbole. Die Kohle steht für den bis heute stattfindenden wirtschaftlichen und industriellen Aufbruch, die Kühe stellen die vom ländlichen Grün und weitläufigen Erholungsgebieten Landschaft bildhaft dar, während die Kunst als ein Bindeglied zwischen Industrie und Natur ebenso wie zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft fungiert.

In jeder der vier Städte wird schwerpunktmäßig eine Woche lang eine Kunstpräsentation stattfinden, und zwar im Freien. Dabei stellen sich die KünstlerInnen, die nach einem Ausschreibungsverfahren durch ein Kuratorium ausgewählt werden, nicht mit fertiggestellten Werken vor, sondern man kann deren Entstehung miterleben und mit den Kunstschaffenden kommunizieren. Die entstandenen Kunstwerke werden schließlich in einem Katalog veröffentlicht.

 

Der Schauplatz der Kunstaktion in Sprockhövel: am Radweg in Haßlinghausen zwischen Poststraße und Friedhofstraße.

Verbindendes Element zwischen den Städten ist neben den aufeinander abgestimmten, nacheinander stattfindenden Aktionswochen ein gemeinsamer Rundweg durch alle vier Städte, konzipiert für  Wanderer und Radfahrer. Eine Broschüre stellt den Weg, seine gedanklichen Ansätze und konkreten Erlebnismöglichkeiten dar. An der Strecke wird eine benutzerfreundliche und dauerhafte Ausschilderung angebracht, da der Weg ganzjährig genutzt werden kann und die Kunstaktion zukünftig in regelmäßigen Abständen wiederholt werden soll.

In der Broschüre mit der Beschreibung des Rundweges zwischen den Städten wird auf Interessantes im Umfeld hingewiesen, wie hier z. B. auf die alte Kapellenschule im Ortskern von Haßlinghausen.

So werden Geschichts-, Natur- und KunstfreundInnen ebenso wie  Familien, Sportler sowie Nichtsportlerinnen, Einheimische oder Gäste und Menschen aller Altersschichten zusammengebracht.

Den vollständigen Ausschreibungstext des Gemeinschaftsprojektes finden Sie hier

Das Kuratorium für die Auswahl der teilnehmenden KünstlerInnen hat nunmehr seine Entscheidung getroffen.

In Haßlinghausen werden am Radweg (Poststraße) ab dem 14. Mai 2010 um 16.00 Uhr fünf Frauen und ein Mann mit ihren Projekten aktiv. Die Bezeichnungen der einzelnen geplanten Projekte stehen hinter dem jeweiligen Namen der Personen.

 

Iris Müller

"begehbare Steinspirale"

Helmut Berka

"Vollkommen oder Nachbesprechung"

Le Quan Chuong

"Kuh nach Art des Ruhrgebietes"

Anne Monetha

"Lichtgestalten"

Martine Seibert-Raken

"Die Verlassenen"

Susanne Katharina Opheys

"Der Rote Faden"