2000 Papierschiffe vor Ratssitzung

Mit 2000 Papierschiffen wird die Flüchtlingshilfe vor der nächsten Ratssitzung in der Glückaufhalle in Niedersprockhövel die Ratsmitglieder empfangen. Sie will damit um Zustimmung zu ihrer Petition „Sprockhövel zum Sicheren Hafen“ werben, die am Donnerstag (21. Januar) auf der Tagesordnung des Stadtparlaments steht.
Bereits einige Stunden vor Sitzungsbeginn um 17.30 Uhr werden die Papierschiffe von Zweierteams der Flüchtlingshilfe coronakonform aufgestellt. Sie stammen aus einer Aktion der evangelischen Kirche zum Tag der Menschenrechte, an der sich auch die Flüchtlingshilfe beteiligt hatte.
Gemeinsam mit den beiden evangelischen Kirchengemeinden, dem Bildungszentrum der IG Metall und dem Kinderschutzbund hatte die Flüchtlingshilfe vier Wochen lang bei Veranstaltungen, an Infoständen und im Internet trotz Corona-Einschränkungen 900 Unterschriften für die Petition gesammelt und im November an Bürgermeisterin Sabine Noll übergeben.
In der Petition wird die Stadt Sprockhövel aufgefordert, öffentlich ihre Solidarität mit Menschen auf der Flucht, der Seenotrettung und den Zielen der „Seebrücke“ zu bekunden, zusätzlich zur Verteilungsquote von Schutzsuchenden sich für die schnelle und unkomplizierte Aufnahme und Unterbringung von Menschen auf der Flucht - z. B. aus Seenotrettung oder Flüchtlingslagern wie Moria - einzusetzen und selbst zusätzliche Plätze bereitzustellen. Außerdem soll die Stadt ein gutes und sicheres Leben in der Kommune gewährleisten und alle notwendigen Ressourcen für eine menschenwürdige Versorgung, insbesondere in den Bereichen Wohnen, medizinische Versorgung und Bildung sowie gesellschaftliche Teilhabe zur Verfügung stellen.
Ehrenamtliche der Flüchtlingshilfe werden als Zuhörer an der Ratssitzung teilnehmen.