Stadt weist Vorwürfe über die Zerstörung von Blühwiesen entschieden zurück und stellt sich vor ihre Belegschaft

Die Stadt Sprockhövel weist die öffentlichen Vorwürfe der Bürgermeisterkandidatin Noll von CDU und Grünen über die Zerstörung einer Blühwiese am Engelsfeld in den öffentlichen Netzwerken zurück. Es handelt sich nicht um eine Zerstörung, sondern im Gegenteil um einen gärtnerischen Pflegegang, der zum Erhalt der Wiese erforderlich ist. Im Sommer wird die Blühwiese wieder gestärkt ausblühen und den Insekten, Bienen und Hummeln als Nahrungsquelle dienen. Ohne das regelmäßige Mähen (Mahd) würde die Wiese ihren Artenreichtum und somit ihre Funktion als Blühwiese verlieren. Die Blühwiesen würden von konkurrenzstärkeren Pflanzen verdrängt. Das regelmäßige Mähen von Blühwiesen ist somit erforderlich.

Die Stadt Sprockhövel verwendet extra speziell von heimischen Fachberatern angefertigte Saatgutmischungen, die zu unterschiedlichen Zeiten, angepasst an den jeweiligen Standort, mehrjährig ausblühen: Frühblühende und spätblühende Mischungen, EU-Honigbienenmischung und auch insektenfreundliche Kräutermischungen. Bei der vermeintlich zerstörten Blühwiese am Engelsfeld handelt es sich um eine spätblühende Blüh- und Kräuterwiese.

Die Stadt Sprockhövel hat im Rahmen des Natur- und Umweltschutzes seit 2018 begonnen, mehrere Tausend Quadratmeter Blüh- und Kräuterwiesen verteilt auf dem Stadtgebiet anzulegen. Aktuell sind in Zusammenarbeit mit dem EN- Kreis und der Firma Jumbo weitere Blühwiesenflächen von über 3.000 m² und in der letzten Woche am Radweg von Hiddinghausen bis Niedersprockhövel neu erschaffen worden. Selbst am neuen Kreisverkehr Wuppertaler Str. wurden in einigen Bereichen Blühwiesen für Bienen und andere Tiere angelegt. Zusätzlich wurden zahlreiche Nistkästen für heimische Vögel von der Stadt aufgehängt. Diese Wild- und Kräuterwiesen sind eine biologische Vielfalt für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, aber auch Schutzräume für Kleintiere, wie z.B. Vögel, Hasen, Igel und andere Wildtiere. Die Stadt leistet hierdurch einen wertvollen ökologischen Beitrag.

Die Stadt Sprockhövel möchte Vorbild sein. Die städtischen Gärtner*innen bekommen wegen dieser Anstrengungen sogar regelmäßig Anfragen von interessierten Nachbarstädten hinsichtlich der Anlage und Pflege von Blühwiesen.

Die Anlage der neuen Blühwiesen erfolgt jeweils im Frühjahr. Die Pflege der Wiesen, zu der auch die Mahd zählt, läuft regelmäßig wie folgt ab:

Nachdem die Blütezeit im Herbst vorbei ist, bleibt an den Standorten das abgestorbene Material der Blühwiesen stehen. Dieses dient den Insekten und Kleintieren zur Überwinterung.

Mitte April bis zum Mai werden „nur" bestimmte Standorte der Blühwiesen gemäht – hierunter fällt auch die Wiese am Engelsfeld. Hierbei kommt es darauf an, wo welches Saatgut für die jeweilige Wiese verwendet wurde. Im Gegensatz zum normalen Rasen, der jede Woche gemäht wird, müssen Blühwiesen ein bis zweimal im Jahr gemäht werden.

Das ist eine wichtige Pflegemaßnahme. Sie sorgt dafür, dass kurzlebige Arten länger leben und fördert zugleich die Selbstaussaat der einjährigen Blumen. Die Mahd ist aber nicht nur für die Verjüngung der Blühwiesen nötig, sondern dient auch als Dünger. Ebenso stärkt ein Mähvorgang die Pflanzen in den Wildblumenwiesen. Nach der ersten Blüte, je nach Mischung, erfolgt im Sommer (Juli/ August) ein weiterer Mähschnitt.

Die Stadt Sprockhövel wird weiterhin diese tollen Blühwiesen pflegen und erhalten, wenn möglich natürlich auch weiter ausbauen.

Die städtischen Kolleginnen und Kollegen des Bauhofes haben die Natur- und Umweltschutzprojekte mit großer Freude und mit viel persönlichem Engagement durchgeführt. Die öffentliche Kritik auf Grundlage völlig falscher Tatsachen hat die Kollegen persönlich betroffen gemacht.

Der Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen ist uns besonders wichtig. Direkte oder indirekte öffentliche Diskreditierungen städtischer Mitarbeiter*innen in den sozialen Netzwerken sind nicht zielführend. Die Verwaltung bittet daher um mehr Besonnenheit – auch zu Wahlkampfzeiten – schließlich arbeiten hier Menschen, die wir schon aus unserer Fürsorgepflicht heraus schützen werden.

Konstruktive Kritik oder Anregungen sind bei der Stadt Sprockhövel natürlich stets willkommen. Gerne stehen die städtischen Gärtner*innen für entsprechende Rückfragen zum Thema Blüh- und Kräuterwiesen und Informationen auch für interessierte Bürger*innen mit Rat und Tat unter der Nummer: 02339/ 917521 oder E-Mail: markus.gronemeyer@sprockhoevel.de  zur Verfügung.

Die Bilder in der Anlage zeigen die frühblühenden Blühwiesen an der Schule Herzkamp und am Friedhof Eickerstraße.