Trockenheitsbedingte Forstmaßnahme im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht

Eine kleinere Waldfläche im Eigentum der Stadt Sprockhövel kann der Trockenheit der letzten Jahre nicht mehr standhalten. Der aus ca. 140 Jahre alten Buchen bestehende Waldbestand im Bereich „Am alten Knapp" zeigt, aufgrund seines für Buchen ungünstigen Standortes, bereits seit Jahren immer wieder stärkere Schäden im Bestand sowie einzelne absterbende Bäume. Diese konnten bisher mit kleineren Schnittmaßnahmen sowie einzelnen Baumfällungen im Rahmen der Verkehrssicherung entfernt werden, wodurch der Bestand mittlerweile deutlich ausgelichtet ist.

Durch die Sommertrockenheiten der Jahre 2018/2019 hat sich der Zustand der aus zwei einzelnen kleineren Flächen bestehenden Waldfläche derart verschlechtert, dass eine Begehung mit dem zuständigen Revierförster zu dem Ergebnis kam, dass der Buchenbestand nicht mehr zu erhalten ist und bereits ein deutliches Risiko für die Verkehrssicherheit der umliegenden Grundstücke darstellt. Die beiden Waldflächen befinden sich neben den Straßenverläufen „Am alten Knapp", „Alter Kohlenweg" sowie der „Wuppertaler Straße". Darüber hinaus grenzen mehrere Privat- und Gewerbegrundstücke sowie ein öffentlicher Spielplatz direkt an den Wald.

Die städtische Spielplatzfläche „Alter Kohlenweg/Am alten Knapp" bleibt aufgrund des Astbruchrisikos in Waldrandnähe daher auch über die Corona-bedingte Sperrung, die eigentlich am 07.05.2020 aufgehoben werden sollte, hinaus, bis zum Abschluss der Sicherungsmaßnahme gesperrt. Die Stadt Sprockhövel bittet die Anwohner auch dringend darum, auf die Benutzung der Waldwege in diesem Bereich zu verzichten.

Nach Abstimmung mit dem zuständigen Revierförster sowie der Unteren Naturschutzbehörde des Ennepe-Ruhr-Kreises besteht akuter Handlungsbedarf, so dass die erforderlichen Fällungen möglichst noch im Mai durchgeführt werden soll. Aufgrund der Kleinflächigkeit der Waldfläche betrifft die notwendige Verkehrssicherungsmaßnahme den ganzen Buchenbestand.

Der für Rotbuchen ohnehin ungünstige Waldstandort wird daraufhin in der kommenden Pflanzperiode mit trockenheitsverträglichen heimischen Laubbäumen, wie z. B. Traubeneichen wieder aufgeforstet, um einen, auch unter den in Zukunft zu erwartenden Klimabedingungen,

dauerhaft zu erhaltenden Waldbestand am Standort zu etablieren. Die Wiederaufforstung erfolgt in Abstimmung mit der zuständigen Forstbehörde.