Die Lokale Agenda 21 Sprockhövel trauert um Helmut Hüppop

Freitag, 06.12.2019

Unser langjähriger Mitstreiter Helmut Hüppop ist am 24. November verstorben.

20 Jahre lang hat er sich im Rahmen unserer Initiative für eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung Sprockhövels eingesetzt. Helmut Hüppop stieß 1998 zur neu gegründeten Lokalen Agenda 21 als Vertreter des Sprockhöveler Sports. Die Liebe zu seiner Heimatstadt war für ihn auch immer Verpflichtung zur Bewahrung von Natur und Umwelt. Sein besonderes Anliegen war es, den Menschen beim Wandern die Kultur, Natur und Geschichte seiner Heimat nahezubringen und sie auch mit den anderen Ortsteilen der Stadt bekanntzumachen: Die Idee des Agenda-Pfades war geboren. Auf Helmut Hüppops Initiative hin entwickelte die Gruppe zunächst den Wanderweg zwischen Niedersprockhövel und Haßlinghausen, der 1999 beim Bundeswettbewerb des BHU (Bund Heimat und Umwelt) als Bundessieger ausgezeichnet wurde. 2008 folgte der Agenda-Weg Obersprockhövel als zweiter kulturhistorischer Wanderweg. 2016 schließlich konnte sein Projekt des zentrumsnahen Wanderweges in Niedersprockhövel mit der Broschüre „Niedersprockhövel zu Fuß“ vorgestellt werden, wobei Helmut Hüppop darauf achtete, dass die Wegführung auch für gehbehinderte Menschen geeignet war.
Helmut Hüppop war jemand, der sich nicht entmutigen ließ und mit großem Beharrungsvermögen immer wieder zum Weitermachen anspornte. Gemeinsam mit dem 2006 verstorbenen Fritz Stracke und mit Erich Schultze-Gebhardt, verstorben 2014, bildete Helmut Hüppop das Rückgrat der Lokalen Agenda, die Riege der „alten Herren“, die trotz zeitweiliger Flauten und Enttäuschungen immer vor Ort waren und die Initiative aufrechterhielten. Er war stets offen für andere Menschen und Ansichten, konnte gut zuhören, war diskussionsfreudig und immer einsatzbereit, wenn es darum ging, „eine Kuh vom Eis zu holen“. Wir alle schätzten seine geradlinige Sachlichkeit, seine Lebensklugheit und Freundlichkeit, Zuverlässigkeit und Beständigkeit. Ohne seine Hartnäckigkeit, gegen Widerstände anzugehen und „am Ball“ zu bleiben, gäbe es die Lokale Agenda 21 heute nicht mehr.
Ein weiteres wichtiges Anliegen war für Helmut Hüppop die Aufklärung über Diktatur und Gewaltherrschaft. Als Jugendlicher hatte er die Verführung der Jugend sowie die Schrecken von Diktatur und Krieg miterlebt und seine Erfahrungen unter anderem den Schüler*innen der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule eindrucksvoll vermittelt. Seine Aufzeichnungen haben einen wichtigen Beitrag zur Sprockhöveler Lokalgeschichte geliefert. Auch in diesen aufbewahrten Schilderungen wird Helmut Hüpopp weiterleben.
Für die Lokale Agenda 21 wird Helmut Hüppop ein Vorbild bleiben und wir werden ihn stets in dankbarer Erinnerung behalten.

Sprockhövel, den 28. November 2019

Michael Ebel