Neue Herausforderungen in der Stadtverwaltung durch die Vorgaben der Digitalisierung der Arbeitswelt

Mittwoch, 11.10.2017

Die Stadtverwaltung Sprockhövel hat zu den Themen Digitalisierung und Informations-technologie in den nächsten Jahren mehrere große Herausforderungen zu meistern:

Zum einen muss die Stadtverwaltung sämtliche Regularien, Arbeitsabläufe und Formulare im Hinblick auf das neue Datenschutzrecht hin überprüfen, weil hier die neue EU-Datenschutzgrundverordnung zum 25. Mai 2018 auch bei uns unmittelbar zur Anwendung kommt. Dies bedeutet, dass bereits ab diesem Zeitpunkt die Einhaltung der Verordnung durch die Behörden überprüfbar ist. Damit verschafft die Standardisierung jedem Einzelnen mehr Kontrolle über seine Daten.

Gleichzeitig sind in einem IT-Sicherheitskonzept die edv-technischen Sicherheitsmaßnahmen beschrieben. Grundlage für ein IT-Sicherheitskonzept ist im Regelfall eine Sicherheitsbetrachtung mit Risikoanalyse auf der Basis einer Bedrohungsanalyse, um Risiken zu bewerten, komplexe Zusammenhänge transparent zu machen und Unsicherheiten oder Wissenslücken anzusprechen.

Ein weiterer großer Bereich ist das E-Government-Gesetz, das ab 2018 im Zeitraum bis Ende 2021 sukzessive umgesetzt werden muss. Dieser Aufgabenkatalog umfasst unter Anderem das internetfähige Formularwesen, die Einrichtung eines Service- oder Bürgerportals, die elektronische Bezahlung in Verwaltungsverfahren und viele weitere Bausteine, die die im Zusammenhang mit Kundenfreundlichkeit und Behörden-beziehungen erhebliche Erleichterungen ermöglichen werden.

Im Zusammenhang mit diesen Herausforderungen hat eine interne Selbstbewertung der EDV-Strukturen bei der Stadtverwaltung Sprockhövel in Zusammenarbeit mit externen Fachleuten stattgefunden. Im Ergebnis zeigten sich leider teilweise massive Defizite. Teile konnten sofort ausgeglichen werden. Weitere müssen aber noch gründlicher aufgearbeitet werden und werden noch Zeit in Anspruch nehmen, bis diese ganz behoben sind.

An dieser Stelle betont die Verwaltung ausdrücklich, dass zu keinem Zeitpunkt datenschutzrelevante Gefahren im Zusammenhang mit den Daten der Bürgerinnen und Bürger bestanden haben.

Die deutliche Verbesserung der Strukturen und die Ausrichtung auf die Zukunft – Stichwort Verwaltung 4.0 (innovative Zukunftsgestaltung) – ist durch die personelle Verstärkung der EDV-Abteilung und die schrittweise Modernisierung der vorhandenen IT-Architektur bereits eingeleitet.