Stellungnahme zum Artikel - WAZ vom 8.10.2019

Donnerstag, 10.10.2019

Am 31. August ging um 17.04 Uhr bei der Kreisleitstelle ein Notruf aus der Steinklippe ein. Daraufhin wurde die Feuerwehr Sprockhövel mit der Meldung „unklare Rauchentwicklung" hinter einem Haus an der Gevelsberger Straße alarmiert. Aufgrund dessen rückte die Feuerwehr Sprockhövel mit mehreren Fahrzeugen und rd. 20 Einsatzkräften aus.

Nach Erkunden der Einsatzstelle stellte der Einsatzleiter fest, dass es sich bei der Rauchentwicklung um ein Grillfeuer handelte, welches ein Eingreifen der Feuerwehr nicht erforderlich machte. Daraufhin rückten die Einsatzkräfte um 17.15 Uhr wieder ein. Ein weiterer Anruf alarmierte die Feuerwehr um 17.17 Uhr ein zweites Mal mit dem Stichwort „immense Rauchentwicklung und Kindergeschrei". Aufgrund dessen rückte die Feuerwehr erneut zur Gevelsberger Straße aus und konnte, wie zuvor, nur einen ordnungsgemäß betriebenen Grill ausfindig machen.

Die Anruferin gab beim zweiten Einsatz auf Nachfrage der Feuerwehr an, dass sie sich durch die von dem Grill ausgehende Rauchentwicklung gestört fühle. Zudem beschwerte sich die Anwohnerin am Folgetag schriftlich darüber, dass sie sich durch den Betrieb des Grills und das Kindergeschrei belästigt fühle und Feuerwehr und Polizei machtlos seien. Hier wird deutlich, dass der Anruferin bewusst war, dass es sich nicht um ein Schadensfeuer handelt. Daher wurde der zweite Anruf als böswillige Alarmierung gewertet und ein Kostenbescheid erstellt.

Bei derartigen Einsatzstichworten rückt die Feuerwehr grundsätzlich mit Sonderrechten, also mit Blaulicht und Martinshorn, aus. Aufgrund der Örtlichkeit ist nur schwer nachvollziehbar, dass die Großfahrzeuge der Feuerwehr nicht schon beim ersten Einsatz wahrgenommen wurden, insbesondere, wenn man auf die Feuerwehr wartet. Des Weiteren ist es nicht unüblich, dass sich die Feuerwehr mit dem Anrufer in Verbindung setzt, um eventuell die tatsächlich gemeldete Gefahr lokalisieren zu können. Der Notruf hätte sich schließlich auch auf ein Schadensfeuer beziehen können, welches für die Einsatzkräfte von ihrem Standort aus nicht sichtbar ist.

Aufgrund aktueller Unsicherheit durch den Pressebericht vom 8.10.2019 stellt die Stadt Sprockhövel klar, dass niemand einen Kostenbescheid zu befürchten hat, der eine Gefahr für sich oder andere vermutet und deshalb die Rettungskräfte über die Notrufnummern 110 oder 112 verständigt. Dies gilt auch, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass ein Einsatz nicht erforderlich war. Deshalb sollte es auch künftig für alle Bürger selbstverständlich sein, bei vermuteter Gefahr den Notruf zu tätigen. Diese Praxis wird bereits dadurch deutlich, dass es bisweilen noch nie in der Vergangenheit einen Gebührenbescheid wegen böswilliger Alarmierung bei der Stadt Sprockhövel gegeben hat.