Verbliebener Reststamm der alten Kastanie an der Hauptstraße muss erneut eingekürzt werden

Augenscheinlich hat die alte Kastanie auf Höhe der Hauptstraße Nr. 37 den Verhältnissen entsprechend gut wieder ausgetrieben. Doch die Fäule im verbliebenen ca. 6 Meter hohen Stamm setzt sich unaufhaltsam fort.
Der Baumstamm, der sich in ca. 3 Metern Höhe erstmalig teilt, ist besonders straßenseitig von einer schweren Fäule betroffen. Die nach der Entfernung der Baumkrone verbliebenen Einzelstammteile oberhalb dieser Vergabelung wurden zum damaligen Zeitpunkt durch eine feste Stammverbindung in Form von Metallstangen gegeneinander gesichert, um einen Abbruch zu verhindern.
Am 05.02.2021 fiel einem städtischen Mitarbeiter plötzlich ein Riss auf der Vorderseite des Baumstammes auf. Der daraufhin benachrichtigte städtische Bauhof stellte wenige Minuten später mit Hilfe eines Steigers fest, dass sich auf der Gehwegseite des Stammes durch Fäule ein großes Holzstück gelöst hatte und auf den Gehweg zu stürzen drohte. Daraufhin wurden die losen Holzbereiche kontrolliert zu Fall gebracht und damit eine mögliche Gefährdung von Passanten für den Moment behoben.
Danach wurde der Stamm eingehend in Augenschein genommen. Da ein Steiger vor Ort war, konnten auch die hoch gelegenen Bereiche des Stammes kontrolliert werden. Hierbei bestätigte sich das, was sich während der Entfernung des losen Holzes bereits angedeutet hatte. Die ehemals eingebauten Halterungen haben sich zum Teil gelöst. Auch die mit Trieben versehenen hinteren Stammbereiche weisen große und tief reichende Fäulen auf.
Durch die fortgeschrittene Fäulnis und die jetzt ausgebrochenen Holzteile besteht nicht mehr die Möglichkeit die vorhandenen Sicherungen erneut zu befestigen bzw. neue Sicherungen einzubauen und so eine ausreichende Verkehrssicherheit wiederherzustellen. Damit besteht die Gefahr, dass ein Stammteil in der untersten Vergabelung abbrechen könnte.
Um die an diesem Standort dringend erforderliche Verkehrssicherheit wiederherzustellen, und doch so viel wie möglich des Stammes dabei zu erhalten, hat sich die Stadtverwaltung dazu entschlossen den Stamm kurzfristig bis knapp oberhalb der bruchgefährdeten Vergabelungen zu kürzen.
Damit werden die risikobehafteten Hebelwirkungen der oberen Einzelstämme entschärft und dem Baum bleibt trotzdem noch ein Teil der unteren Austriebe, die er in den letzten Jahren entwickelt hat. Die Verkehrssicherheit ist damit dann wieder hergestellt.