Malakow-Turm, ehem. Zeche "Alte Haase"

Denkmalschutz

Die Geschichte der Menschheit hinterlässt seit vielen tausend Jahren Spuren, die unseren Lebensraum auch heute noch prägen.

Gerade Baudenkmäler und archäologische Stätten verkörpern dabei ein kulturelles Erbe von unersetzbarem Wert und tragen dazu bei, der Stadt Sprockhövel ihr unverwechselbares Profil zu geben. In Politik und Gesellschaft besteht ein grundlegender Konsens, dieses Erbe zu pflegen und für nachfolgende Generationen zu erhalten.

Die Verluste unzähliger kulturgeschichtlicher Werte unseres Landes durch die Zerstörungen des letzten Weltkrieges und mehr noch durch die Veränderungen in Stadt und Land nach dem Krieg haben den Ruf nach dem Schutz der vielen Zeugnisse unserer Vergangenheit laut werden lassen.

Um die Erhaltung des Kulturerbes im Interesse der gesamten Öffentlichkeit zu sichern, haben sich die Bundesländer zum Denkmalschutz auf Grundlage des Denkmalschutzgesetzes (DSchG) verpflichtet. Es umfasst alle gesetzlichen Anordnungen, Verfügungen, Genehmigungen und Auflagen und fällt unter die Kulturhoheit der Bundesländer. Es gibt demnach kein Gesetz auf Bundesebene.

In Nordrhein-Westfalen gilt das „Gesetz zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler im Lande Nordrhein-Westfalen“ (Denkmalschutzgesetz - DSchG) vom 11.03.1980, zuletzt geändert durch Artikel 259 des Gesetzes vom 05.04.2005 (GV NW S. 274). 

Zuständigkeiten der Denkmalbehörden

Zuständig sind die Denkmalschutzbehörden, die beraten, Genehmigungsverfahren prüfen und den Vollzug des Denkmalschutzes überwachen. Der Aufbau dieser Behörden sieht eine Dreiteilung in Oberste Denkmalbehörde (Landesministerium in Düsseldorf), Obere Denkmalbehörde (Kreisverwaltung des Ennepe-Ruhr-Kreises) und Untere Denkmalbehörde (Stadt Sprockhövel) vor.

Die Unteren und Oberen Behörden treffen ihre Entscheidungen im Benehmen mit dem zuständigen Landschaftsverband  (Landschaftsverband Westfalen-Lippe, LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen).

Die Untere Denkmalbehörde der Stadt Sprockhövel berät Sie in allen Fragen im Zusammenhang mit Denkmalschutz und Denkmalpflege. Insbesondere ist sie zuständig für Eintragungen in die Denkmalliste, denkmalrechtliche Erlaubnisverfahren, ordnungsbehördliche Maßnahmen, für die Ausstellung von steuerlichen Bescheinigungen gem. Einkommenssteuergesetz sowie die Erteilung von Zuschüssen.

Denkmäler in Sprockhövel

In Sprockhövel sind 59 Baudenkmäler, 3 Bodendenkmäler und 1 „Bewegliches Denkmal“ in der Denkmalliste (Stand 30.06.2007) eingetragen. Die aktuelle Denkmalliste steht hier als pdf-Datei zum Herunterladen zur Verfügung.

Im Jahre 2007 wurde bisher das Wohngebäude „Zum Pleßbach 50“ und das „Brückenbauwerk Riepelsiepen“ unter Denkmalschutz gestellt und in die Denkmalliste der Stadt Sprockhövel unter den lfd. Nummern 59 und 60 (Teil A, Baudenkmäler) aufgenommen.

Zum Pleßbach 50
Brücke am Riepelsiepen