Neugier auf alternative Energie

Quelle: WAZ Sprockhövel v.12.03.2010, haui

Lokale Agenda war mit der Resonanz zufrieden.

Im Jahresdurchschnitt scheint die Sonne etwa 1000 Stunde auf Sprockhövel und liefert Energie, die effektiv zur Strom- oder Wärmegewinnung genutzt werden kann.

Auf einem kleinen Solar-Infomarkt der Lokalen Agenda gab es fundierte Informationen zur Nutzung alternativer Energien. „Das Segment alternativer Energien wird sich positiv entwickeln. Vor allem vor dem Hintergrund steigender Brennstoffpreise”, betonte Andreas Geith, der Hybridgeräte vorstellte. Eine Kombination aus konventioneller Heizungs und moderner Solaranlage.

„Schon jetzt setzen Hauseigentümer bei Modernisierungen zu etwa 30 Prozent neue Technologien ein”, berichtete der Mann vom Fach.

Je nach individuellem Heizverhalten bedeute dies 15 bis 20 Prozent Energieeinsparung. Für die Neuanschaffung solcher Geräte müssen die Hausbesitzer allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen. „Man muss mit etwa 20 Prozent höheren Kosten rechnen”, erklärte Geith. „Umso bedauerlicher ist es, dass die Fördermittel für alternative Energien gekürzt wurden.

In der Regel rechne sich eine moderne Solaranlage über die Jahre, doch sie seien eine längerfristige Investition.” „Bis es so weit ist, dauert es, je nach Größe der Anlage, zwölf bis 18 Jahre”, erklärte Ingenieur Wolfram Joerges von der Firma Solarwerkstatt.

Eine Alternative zur Solarenergie seien sogenannte Pelletheizungen, in deren Heizkessel Holzpellets, kleine Presslinge aus Holzspänen und Sägemehl, verfeuert werden. „Hier mögen vielleicht die hohen Investitionskosten abschrecken”, gab der Solarexperte zu bedenken, „doch hat sich eine solche Heizung bereits nach acht Jahren wieder gerechnet.” Damit sei das Heizen mit Pellets die günstigste Methode überhaupt, so der Ingenieur. Besucher Lothar Gierth wandte ein, dass auch diese Energiegewinnung nicht dem optimalen Preis-Leitungs-Verhältnis entspreche.

Er betrachtete kritisch das ausliegende Infomaterial an den Wagen und Ständen. „Es ist auf jeden Fall eine interessante Entwicklung, doch lohnt sich in meinem Alter eine solche Investition nicht mehr”, sagte er. Und er betonte: „Auch diese Subventionen laufen irgendwann aus. Und Spätestens bis zu diesem Zeitpunkt muss sich eine solche Anlage auch rechnen.”