Wirtschaft im "Grünen"

Die Stadt

Zwei Siedlungsschwerpunkte, und zwar Niedersprockhövel und Haßlinghausen, prägen die Stadt. Sie liegt eingebettet in das Hügelland der Ruhrhöhen.

Schon im ausgehenden Mittelalter wurde hier Steinkohle gewonnen, weshalb Sprockhövel auch mit als „Wiege des Ruhrbergbaus“ angesehen wird. Kohle - und später auch die Eisensteingewinnung - waren bis in die siebziger Jahre Struktur bildende Faktoren. Eine bedeutsame Bergbauzulieferindustrie hat darin ihren Ursprung. Auch das heimliche Wahrzeichen der Stadt dokumentiert Bergbaugeschichte: der mächtige aus roten Ziegeln gemauerte Malakow-Turm der ehemaligen Zeche „Alte Haase“, die 1969 geschlossen wurde.

Der Vergangenheit zum Trotz weist Sprockhövel eine extrem „grüne“ Stadtstruktur auf, machen doch Wald und Feld fast 80 % der Stadtfläche aus.

Aufgrund der reizvollen Landschaft und der günstigen Verkehrsanbindung an die Ballungsräume des Ruhrgebietes ist Sprockhövel  ein nachgefragter Wohn- und Wirtschaftsstandort.

 

Wirtschaft

Die Wurzeln aus Steinkohlebergbau und Zulieferindustrie wirken heute in Sprockhövel noch vereinzelt Struktur prägend fort. Etliche Betriebe der für die Stadt bedeutsamen Bereiche Metallverarbeitung und Maschinenbau haben sich hieraus entwickelt. Seit den siebziger Jahren hat sich jedoch ein kontinuierlicher Strukturwandel durch Ansiedlungen in neuen Gewerbegebieten ergeben, der zwischenzeitlich zu einem gesunden Branchenmix geführt hat. Entstanden sind viele Mittel- und Kleinunternehmen, von denen die meisten über die Landesgrenzen und Europa hinaus tätig sind.

Aus dem weiter für Sprockhövel historischen Wirtschaftsbereich der Bandweberei  sind weltweit tätige modernste Hersteller von Etiketten und andere Textilbetriebe entstanden.

Für weitere Ansiedlungen verfügt die Stadt im Gewerbegebiet „Stefansbecke III“ und in anderen Bereichen über attraktive Gewerbeflächen (GE) verschiedenen Charakters. Behördliche Genehmigungsverfahren werden auf Wunsch von der örtlichen Wirtschaftsförderung unterstützend begleitet.

 

Freizeit

Eine landschaftlich reizvolle Lage mit Wäldern, Feldern und Wiesen sowie die gute überregionale Verkehrsanbindung haben Sprockhövel - nicht nur für die eigenen Bürgerinnen und Bürger - zu einem gern besuchten Ort für Tagestourismus gemacht. Waren es früher ausschließlich Spaziergänger, Wanderer und Reiter, so gehören mittlerweile auch Radler mit zum Bild. Sie nutzen den rd. 19 km langen, familienfreundlich angelegten Rad-/Wanderweg „Alte Trasse“,  der auf einer ehemaligen Bahntrasse ein gemütliches Radeln durch die wunderbare Landschaft zulässt. Im Bereich Sport bestehen weitere reichhaltige Angebot, wobei in Sprockhövel selbst rd. 40 % der Bevölkerung einem Sportverein angehören. Über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind auch das Freibad sowie zwei 18-Loch-Golfplätze, wunderschön im Grenzbereich zu Wuppertal gelegen, die kaum Wünsche offen lassen.