Die Arbeitsgemeinschaft Lokale Agenda Sprockhövel hat eine Besichtigung von Gut Einern als offene Veranstaltung organisiert, die mit 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf großes Interesse gestoßen ist.
Gut Einern e.V. ist ein gemeinnütziger Bildungsort an der Schnittstelle zu Natur, Technik und digitaler Innovation mit der klaren Mission: Wissen erlebbar machen.

Nach einer Einführung von Dominik Stingl in der Freiluftküche im Zelt zu den Grundsätzen der Arbeit des Gut Einern wurde der umgebauter Seecontainer der Vertikal Farm besichtigt, in dem vorwiegend Salat gezüchtet wird. Ergänzend werden auch Kräuter und essbare Blumen wie Kornblumen angebaut. Der Anbau erfolgt vertikal in Regalreihen ohne Erde mit in einer speziellen Kultur unter Verwendung von Kokosfasern. Der Wasserverbrauch ist sehr gering und die Beleuchtung erfolgt durch künstliches Licht: LED-Lampen, die sowohl zeitlich als auch in dem abgegebenen Lichtspektrum gesteuert werden können. Gut Einern experimentiert mit den unterschiedlichen Lichtspektren, da diese tatsächlich den Geschmack der Salate beeinflussen. Der Energieverbrauch dieses Systems ist relativ hoch, denn der Container muss mit Strom temperiert werden. Zur Zeit lässt sich der Anbau im Container nicht wirtschaftlich betreiben, obwohl die Erzeugnisse an die Gastronomie verkauft werden.

Im Lerngarten mit Permakultur-Flächen – Permakultur ist ein Konzept für Landwirtschaft und Gartenbau, welches Ökosysteme und Kreisläufe in der Natur beobachtet und nachahmt – wurden eine Kräuterspirale, Hochbeete und mehrere Flächen, auf denen mit dem Anbau verschiedener Pflanzen experimentiert wird, besichtigt.
Zum Abschuss konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen in der Vertikal Farm gezogenen Salatkopf zum Probieren mit nach Hause nehmen.

