Und das aus gutem Grund: Am 21. November wurde das Bundeslagebild „Häusliche Gewalt 2024“ des Bundeskriminalamtes veröffentlicht, dessen Zahlen wieder erschüttern und alarmieren, die Gewalt gegen Frauen hat erneut zugenommen. Die Zahlen der Opfer von Häuslicher Gewalt sind im Vergleich zum Jahr 2023 um 3,5 Prozent gestiegen. Allein im Ennepe-Ruhr-Kreis waren 484 Menschen von häuslicher Gewalt betroffen. Auch im Bereich der Sexualstraftaten hat die Zahl weiblicher Opfer um 6,2 Prozent zugenommen. Tatverdächtig sind überwiegend Männer. In der Fallgruppe "Digitale Gewalt" sind Frauen und Mädchen ebenfalls mit 61,2 Prozent die größte Opfergruppe, was einem Anstieg um 6,0 % zum Vorjahr und im Fünf-Jahresvergleich sogar mehr als eine Verdoppelung (insgesamt +110,6 %) entspricht. Das Deliktfeld reicht dabei von „Cyberstalking“ über „Cybergrooming“ bis hin zu "Deepfake-Pornografie".
Am Aktionstag haben Bürgermeisterin Sabine Noll, das Gleichstellungsbüro und die GESINE Frauenberatung.EN zu einem Informationsstand vor dem REWE Lenk in Haßlinghausen eingeladen und kamen dort mit vielen interessierten Bürger*innen, vor allem mit jungen Frauen und Mädchen, ins Gespräch.
Durch die orangefarbene Beleuchtung der Zwiebelturmkirche während der „Orange-Days“ wird noch bis zum 10. Dezember ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen in Sprockhövel gesetzt. Zahlreiche orangene Windlichter wurden am Dienstag gemeinsam mit geflüchteten Mädchen und Frauen, dem Gleichstellungsbüro und dem Fachbereich für Soziales und Integration kreativ gestaltet. Sie leuchten nun in Solidarität während der „Orange-Days“ in Sprockhöveler Fenstern.
Hilfe und Unterstützung
- GESINE Frauenberatung.EN: www.gesine-intervention.de/gesine-frauenberatung-en/, 02336 4759091
- Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: kostenfrei, anonym, 24/7 in 18 Sprachen unter: 116 016
- Opferschutz der Polizei NRW (Ennepe-Ruhr-Kreis): 02333 91669210 oder 0234 9094059

