Zeitungsrolle mit der Überschrift Pressemitteilung

One Billion Rising 2026: In Sprockhövel nahmen rund 70 Personen an der Tanz-Demo teil

Am vergangenen Samstag beteiligte sich Sprockhövel zum vierten Mal an „One Billion Rising“, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Trotz der kalten Temperaturen war die Veranstaltung von einem spürbar solidarischen Miteinander getragen. Die mitreißenden Rhythmen des Pentaton Percussion Project Ensemble und die Verpflegung der Kita-Fördervereine sorgten für gute Stimmung unter den rund 70 Besucher*innen, darunter auch die Initiative „Omas gegen Rechts“ sowie eine engagierte Besucherinnengruppe aus Remscheid. Nach der herzlichen Begrüßung und informativen Einführung durch Bürgermeisterin Sabine Noll und Gleichstellungsbeauftragte Kerstin Godschalk erfolgte direkt die erste von insgesamt drei gemeinsamen Tanzrunden – ein lebendiger Ausdruck von Solidarität und Empathie für gewaltbetroffene Frauen.

„Was viele nicht bedenken ist, dass für die betroffenen Frauen und Kinder die Gewalt nach der Trennung nicht aufhört, sondern sich häufig sogar verstärkt. Hier benötigen Frauen dringend Unterstützung, wie in der Ausgestaltung familienrechtlicher Verfahren, die Sicherheit von Frauen und Kinder mitberücksichtigt als auch in der Ahndung von fortgesetzter Gewalt sowie Verstößen gegen Kontakt- und Näherungsverbote. Die elektronische Aufenthaltsüberwachung (Fußfessel) ist ein wichtiger erster Schritt hierfür,“ betonte Stephanie Kattenborn von der Gesine Frauenberatung EN in ihrer Ansprache in Hinblick auf die aktuelle Situation..

Auch in der frühkindlichen Pädagogik ist es wichtig, Kinder darin zu stärken, dass ihr Körper ihnen gehört, und sie lernen, Grenzen zu setzen und Nein zu sagen. „Kinder müssen Dinge klar benennen können, um über unangenehme Situationen zu sprechen und Hilfe zu erhalten. Gleichzeitig gilt es, sie gleichstellungsorientiert zu begleiten und stereotype Vorstellungen von typisch Weiblichem/Männlichem aufzubrechen“, so Kerstin Godschalk. Das Gleichstellungsbüro der Stadt Sprockhövel plant deshalb zukünftig, alle Kitas der Stadt stärker in die Aktion miteinzubinden, um die präventive Arbeit vor Ort zu fördern.

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