Zeitungsrolle mit der Überschrift Pressemitteilung

Warntag: Technik testen, Bürger sensibilisieren, Vorbereitungen anregen 

Sirenen und Smartphones werden am Donnerstag, 12. März, um 11 Uhr in ganz Nordrhein-Westfalen und damit auch im Ennepe-Ruhr-Kreis lautstark zu hören sein. Ein weiteres Mal findet dann landesweit der Warntag statt – seine Premiere hatte er 2018 erlebt.

„Damals wie heute gibt es vor allem zwei Gründe für diesen Probealarm. Für uns ist der Termin beste Gelegenheit, Technik und Abläufe zu testen und an die Adresse der Bürgerinnen und Bürger wird kommuniziert, was die Sirenensignale bedeuten und wie sie sich verhalten sollten“, unterstreicht Martin Weber, Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz der Kreisverwaltung, die Bedeutung des Warntages.

Die 118 Sirenen in Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Schwelm, Sprockhövel, Wetter/Ruhr und Witten werden am Donnerstag zeitgleich aus der Leitstelle im Schwelmer Kreishaus ausgelöst werden. Die Warnungen, die über Warnapps und Cell-Broadcast auf den Smartphones landen, steuert der Bund über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Der Probealarm ist wie immer dreiteilig. Ertönen sollen die Sirenen dabei um 11 Uhr, um 11.05 Uhr und um 11.10 Uhr. Teil eins und drei bestehen aus einem einminütigen Dauerton, Teil zwei aus einem Heulton, der eine Minute an- und abschwillt. Der Dauerton bedeutet Entwarnung, der Heulton ist die Aufforderung, sich schnellstmöglich über den Anlass für die Warnung zu informieren.

„Wer tagsüber eine Sirene hört oder nachts von ihr aus dem Schlaf gerissen wird, dem soll wieder klar sein: Mir droht Gefahr“, so Weber. Mitteilungen und Verhaltenstipps würden Bürgerinnen und Bürger im Ernstfall unter anderem über Warn-Apps, den Rundfunk und die Informationskanäle der Stadt- und Kreisverwaltungen erhalten.

„Um sie auch im Falle eines Stromausfalls nutzen zu können, sollte jeder vorbereitet sein. Stichworte sind hier Batterien, geladene Powerbanks oder auch Kurbelradios“, spricht Weber sich klar dafür aus, im eigenen Interesse frühzeitig vorzusorgen.

Vor diesem Hintergrund rückt der Warntag dieses Mal auch das Thema „Selbstschutz“ in den Fokus. Je größer die individuelle Vorsorge, desto besser ist jeder einzelne in der Lage sein Leben zu schützen, Schäden zu begrenzen und Einsatzkräfte zu entlasten.

Wenn das im Ernstfall funktionieren soll, gilt es für Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld von extremen Wetterlagen, Naturereignissen oder Ausfällen von Strom und Trinkwasser mit dem Vorbereiten zu starten. Wie dies aussehen könnte und sollte, dazu liefern Broschüren des BBK („Für den Notfall vorgesorgt“) und des Landes NRW („Selbstschutztipps für den Katastrophenfall"). Detailliert aufgeführt sind dort beispielsweise die Mengen von Trinkwasser und Nahrungsmitteln, die notwendig sind, um eine gewisse Zeit ohne fremde Hilfe auskommen zu können.

„Darüber hinaus liefern die Broschüren noch zahlreiche weitere Tipps dazu, was man im Falle des Falles in Reichweite haben sollte“, wirbt Weber für mehr als einen Blick in die Druckwerke. Die „Selbstschutztipps für den Katastrophenfall“ haben Beschäftigte der Abteilung Bevölkerungsschutz der Kreisverwaltung in den letzten Monaten bei zahlreichen Veranstaltungen direkt an Bürgerinnen und Bürger verteilt. Dies soll fortgesetzt werden – jederzeit zu finden ist die Broschüre auf der Internetseite der Kreisverwaltung.