Zeitungsrolle mit der Überschrift Pressemitteilung

Lokale Agenda Sprockhövel besucht Wasserwerk Rohland

Im Mai hat die AG Lokale Agenda Sprockhövel das Wasserwerk Rohland in Ennepetal besucht. Wie die wichtige Ressource Trinkwasser gewonnen und welche Techniken dafür eingesetzt werden, konnten sich 12 Teilnehmer*innen ausführlich erläutern lassen.

Vom Treffpunkt am Wasserwerk ging es als erstes zur Staumauer der Ennepe-Talsperre. Die Ennepe-Talsperre hat ein Reservoir von 12,3 Millionen Kubikmeter Wasser. Auf der Staumauer entlang ist die Gruppe zu einer der beiden Wasserentnahmestellen geführt worden. Der Geschäftsführer Herr Andreas Wied erläuterte gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Max Meckler die Funktion der Entnahmestellen. Anschließend fuhren alle zum Fuß der Staumauer und besichtigten das beeindruckende Rohwasser-Pumpwerk. 

Im Anschluss wurde im Wasserwerk gezeigt,  wie das Rohwasser von der Talsperre aufbereitet wird: Das Rohwasser wird auf natürlichem Weg rein mechanisch gefiltert und in mehreren Filterprozessen zum Trinkwasser. Dem sehr kalkarmen Wasser aus der Talsperre wird künstlich Calcium zugesetzt. Ganz am Ende nach Durchlaufen des Filterprozesses wird in geringem Umfang dem Trinkwasser Chlordioxid zur Desinfektion beigefügt, was zukünftig mit dem geplanten Neubau des Wasserwerks Rohland entfällt, da hier eine andere Technik eingesetzt wird. Die Trinkwassergewinnung unterliegt in der Bundesrepublik ständigen Qualitätskontrollen und es werden täglich Proben entnommen, die in Laboren überprüft werden. Das Wasserwerk wird bis zur Fertigstellung des Neubaus am (fast) selben Standort weiterbetrieben, so dass die Trinkwasserversorgung immer sichergestellt ist.

Vom Wasserwerk Rohland wird Breckerfeld über den Hochbehälter Wengeberg versorgt. Der Hochbehälter Schweflinghausen leitet das Trinkwasser an Ennepetal weiter, aber auch an die Hochbehälter Winterberg und Stüting, die die Stadt Schwelm und dann die Städte Sprockhövel, Gevelsberg und Wetter mit Trinkwasser versorgen. 

Die Trinkwasserversorgung erfolgt überwiegend über das  Wasserwerk Rohland der AVU. Ergänzend werden rund 15 Prozent des jährlichen Trinkwasserbedarfs aus dem modernen Gemeinschaftswasserwerk in Witten gedeckt, das jeweils zur Hälfte der AVU und den Stadtwerken Witten gehört.