Die Filmreihe „DUNKEL“ vom Medienprojekt Wuppertal ist ein vom Land NRW gefördertes Projekt zur Sensibilisierung für sexualisierte Gewalt und sexuelle Grenzverletzungen. Anhand lebensnaher Geschichten von und mit Jugendlichen werden unterschiedliche Formen von Grenzverletzungen thematisiert und Möglichkeiten der Prävention aufgezeigt. Die Filmreihe umfasst Dokumentationen, Interviewfilme und Kurzspielfilme und wird durch eine Publikumsdiskussion mit den Filmbeteiligten ergänzt.
Mit dabei ist der Kurzfilm „Das Gerücht“, den Jugendliche der damaligen Klasse 10a der Mathilde-Anneke-Schule, im Rahmen des Workshops „Toxic Gender“ gemeinsam mit dem Medienprojekt Wuppertal entwickelt und produziert haben.
Im Präventions- und Medienprojekt setzten sich die Jugendlichen kritisch mit den unterschiedlichen Erwartungen und Ansprüchen an das Verhalten und Auftreten von Mädchen und Jungen auseinander. Ausgehend von ihren eigenen Perspektiven und Lebensrealitäten wurden dabei unter anderem Sexismus und antifeministische sowie frauenfeindliche Narrative Thematisiert, wie sexuell herabwürdigende Bemerkungen, obszöne Bilder und Gesten oder unangebrachte Körperkontakte.
Die Teilnahme sowie die inhaltliche und filmische Ausgestaltung des Projekts erfolgten freiwillig und selbstbestimmt. So entstand ein sensibler Film mit Jugendlichen aus ihren Lebenswelten heraus.
Geschlechterstereotype, Sexismus, Frauenfeindlichkeit und geschlechtsspezifische Gewalt sind dabei weder Einzel- noch Randphänomene. Sie sind gesamtgesellschaftliche Themen und begegnen jungen Menschen in unterschiedlichen Lebensbereichen, auch im digitalen Raum. „Das Gerücht“ ermöglichte den Jugendlichen, diese Erfahrungen kritisch zu reflektieren. Indem sie die Erfahrungen von Verlassenwerden und Slutshaming offen und differenziert thematisieren, ohne dabei pauschalisierende Erklärungen zu bemühen, setzen die Jugendlichen ein Zeichen für einen respektvollen, gleichberechtigten und empathischen Umgang miteinander.
Der Workshop wurde im Vorfeld der Anneke-Preisverleihung als Präventionsprojekt zur Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen, Gleichberechtigung und antifeministischen Einstellungen angeboten und durch die Unterstützung der Dr. Albrecht-Gräfer-Stiftung, des Fördervereins MAS, des Fachbereichs Soziales, Integration und Teilhabe der Stadt Sprockhövel und der Volksbank Sprockhövel ermöglicht.
Triggerwarnung: Der Film enthält Andeutungen selbstverletzenden Verhaltens.
Die Filmreihe wird am Mittwoch, den 6. Oktober, um 18.00 Uhr im Kino CinemaxX Wuppertal gezeigt, der Eintritt für junge Menschen bis 27 Jahren und Menschen, die Bürgergeld beziehen, ist frei. Der reguläre Eintritt pro Person liegt bei 5,00 Euro. Eine Kartenreservierung ist unter www.medienprojekt-wuppertal.de/filmauffuehrungen möglich.

