Ausgeglichene Waage mit einer weiblichen und einer männlichen Holzpuppe

Gleichstellung

Gleichstellungsbüro

Seit mehr als 75 Jahren ist die Gleichstellung von Frauen und Männern im Grundgesetz fest verankert: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichstellung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ (Art. 3. Abs. 2)

Die Gleichstellungsbeauftragte ist für die Verwirklichung des Verfassungsauftrages, zur Durchsetzung der Gleichberechtigung und Beseitigung von Nachteilen auf Grund des Geschlechts auf kommunaler Ebene zuständig. Grundlage ihrer Arbeit ist das Landesgleichstellungsgesetz NRW.

Sie ist sowohl für verwaltungsinterne, als auch externe Angelegenheiten verantwortlich und Ansprechpartnerin der Beschäftigten der Stadtverwaltung und der Bürger*innen Sprockhövels für gleichstellungsrelevante Themen.

Hierzu gehört die Frauenförderung, die Förderung der Vereinbarkeit von Familie/Pflege und Beruf, der Einsatz gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen, der Umgang mit Diskriminierungserfahrungen aufgrund des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung und vieles mehr.

Die Gleichstellungsbeauftragte kann als Schnittstelle zwischen Bürger*innen und Beratungsstellen, beziehungsweise sozialen Einrichtungen fungieren, stellt Informationsmaterial zur Verfügung und leitet auf Wunsch an andere Institutionen weiter.

Die offene Bürger*innensprechstunde der Gleichstellungbeauftragten findet telefonisch montags von 13.00 - 14.00 Uhr statt.


Projekte und Neuigkeiten

Das Gerücht

Ein Kurzfilm von Absolvent*innen der Mathilde-Anneke-Schule aus dem Workshop "Toxic Gender". 
Triggerwarnung: Der Film enthält Andeutungen selbstverletzenden Verhaltens.

  • "Das Gerücht" aus der Filmreihe "Dunkel" vom Medienprojekt Wuppertal

    Die Filmreihe „DUNKEL“ vom Medienprojekt Wuppertal ist ein vom Land NRW gefördertes Projekt zur Sensibilisierung für sexualisierte Gewalt und sexuelle Grenzverletzungen. Anhand lebensnaher Geschichten von und mit Jugendlichen werden unterschiedliche Formen von Grenzverletzungen thematisiert und Möglichkeiten der Prävention aufgezeigt. Die Filmreihe umfasst Dokumentationen, Interviewfilme und Kurzspielfilme und wird durch eine Publikumsdiskussion mit den Filmbeteiligten ergänzt.

    Mit dabei ist der Kurzfilm „Das Gerücht“, den Jugendliche der damaligen Klasse 10a der Mathilde-Anneke-Schule, im Rahmen des Workshops „Toxic Gender“ gemeinsam mit dem Medienprojekt Wuppertal entwickelt und produziert haben.

    Im Präventions- und Medienprojekt setzten sich die Jugendlichen kritisch mit den unterschiedlichen Erwartungen und Ansprüchen an das Verhalten und Auftreten von Mädchen und Jungen auseinander. Ausgehend von ihren eigenen Perspektiven und Lebensrealitäten wurden dabei unter anderem Sexismus und antifeministische sowie frauenfeindliche Narrative Thematisiert, wie sexuell herabwürdigende Bemerkungen, obszöne Bilder und Gesten oder unangebrachte Körperkontakte.

    Die Teilnahme sowie die inhaltliche und filmische Ausgestaltung des Projekts erfolgten freiwillig und selbstbestimmt. So entstand ein sensibler Film mit Jugendlichen aus ihren Lebenswelten heraus.

    Geschlechterstereotype, Sexismus, Frauenfeindlichkeit und geschlechtsspezifische Gewalt sind dabei weder Einzel- noch Randphänomene. Sie sind gesamtgesellschaftliche Themen und begegnen jungen Menschen in unterschiedlichen Lebensbereichen, auch im digitalen Raum. „Das Gerücht“ ermöglichte den Jugendlichen, diese Erfahrungen kritisch zu reflektieren. Indem sie die Erfahrungen von Verlassenwerden und Slutshaming offen und differenziert thematisieren, ohne dabei pauschalisierende Erklärungen zu bemühen, setzen die Jugendlichen ein Zeichen für einen respektvollen, gleichberechtigten und empathischen Umgang miteinander.

    Der Workshop wurde im Vorfeld der Anneke-Preisverleihung als Präventionsprojekt zur Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen, Gleichberechtigung und antifeministischen Einstellungen angeboten und durch die Unterstützung der Dr. Albrecht-Gräfer-Stiftung, des Fördervereins MAS, des Fachbereichs Soziales, Integration und Teilhabe der Stadt Sprockhövel und der Volksbank Sprockhövel ermöglicht.



Aktuelles


Veranstaltungen

Informationen und Beratungsstellen

Layout 1


Mathilde-Anneke-Preis

Der Mathilde Anneke-Preis wird alle zwei Jahre von den Städten Hattingen und Sprockhövel verliehen. Er würdigt außergewöhnliche Leistungen von Einzelpersonen oder Vereinen, die sich in besonderem Maße für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzen und eine besondere Würdigung verdient haben.